Architektur

in Diskussion

 

 

Ein Grundgerüst 
für einen
kollektiven
Gedankenaustausch

Der Club 3 (in Worten: Club Drei) ist das Grundgerüst für einen kollektiven Gedankenaustausch und entspricht seinem Wesen nach sehr der Arbeitsweise im Studio Magic. Wenn wir uns an eine Entwurfsaufgabe setzen oder nach neuen Aufgaben suchen, dann tauschen wir im Gespräch unsere Ideen und Eindrücke aus, skizzieren auf Blättern die wir in dem Moment gerade zu fassen bekommen, mit Stiften die in Griffweite liegen, und fangen an die Dinge zu entwickeln. Aus diesen Diskursen heraus erarbeiten wir Konzepte, Entwürfe, Projektpläne, Details und Ausführungsmethoden für den Selbstbau. Da wir auch oft in Kooperation mit Anderen arbeiten, seien es Kollegen, Auftraggeber oder Projektpartner aus anderen Schaffensbereichen, bestehen diese Diskussionsrunden oft nicht nur aus Studio Magic Mitgliedern. Dieser Umstand führt meistens zu einer Vielzahl an variantenreichen Ideen, weshalb wir diesen Austausch auch schätzen und aktiv suchen.  

Aber warum gibt es dann den Club 3 als eigenes Projekt bei Studio Magic? Weil wir den Diskussionen eine Plattform geben wollen, die abseits von laufenden Arbeiten im Kollektiv stattfinden, beispielsweise am Abend nach einer vorangegangenen Besprechung, bei einem Bier in der Küche im Atelier oder beim gemeinsamen Ausgehen und Zusammensitzen, bei der spontanen Radtour am Nachmittag oder der Schwimmrunde nach dem Büro. Die Themen, welche oft aus aktuellen Anlässen oder lange gehegtem Interesse aufkommen, werden dabei auf so spannende Weise gemeinsam diskutiert, dass es eigentlich schade ist, die Anregungen und eine mögliche Erkenntnis zum Teil wieder fallen zu lassen. Natürlich geht nicht jeder Gedanke und bestimmt nicht jeder Anstoß daraus verloren, aber vielleicht ließen sich tiefgreifendere Zusammenhänge für uns erschließen. Beziehungsweise könnten wir Erkenntnisse gewinnen, die nach einem einzigen Gespräch möglicherweise nicht so klar vor einem liegen. Immerhin ist die gesellschaftliche Verantwortung, die unserer freien Berufsgruppe zu eigen ist ein wichtiger Bestandteil ihrer Selbstdefinition und könnte zum Beispiel  in der Atmosphäre des kultivierten Gesprächs in Form gegenseitiger Inspiration eine Plattform bekommen. 

Im ersten Jahr, 2018, stellen wir die Club 3- Diskussionsrunden und alle damit verbundenen Aktivitäten unter das Überthema:“ CONTINENTAL Breakfast – Wohnen als gesellschaftliche Fragestellung im globalen Vergleich.“ Das Thema ist ein inhaltlicher Rahmen, der die ungefähre Richtung vorgibt. Wir haben aber bewusst auf jegliche zu genaue Zieldefinition verzichtet und kein konkretes Ergebnis definiert. Was wir versuchen wollen ist, mit den Inputs und Erkenntnissen aus den einzelnen Gesprächsrunden, die wir vorerst mit Freunden und Kollegen aus dem engeren Bekanntenkreis abhalten, zu arbeiten. Erst wenn sich daraus eine thematische Dichte ergibt entscheiden wir über ein passendes Medium mit dem wir diese Inhalte gegebenenfalls kommunizieren. Was so viel bedeutet wie: stay tuned.